Details zum Projekt

Agroscope Changins ist das nationale Kompetenzzentrum für die Ausbildung in den Berufen des Weinbaus, der Weinherstellung und des Obstbaus

Die alte Infrastruktur, die sich im Besitz des Bundes befindet, wurde in mehreren Etappen umfassend renoviert, wobei Umwelt- und Energiefragen im Vordergrund standen.

Geschichte

In einer ersten Phase zwischen 2012 und 2018 wurde ein neues Labor- und Bürogebäude (9000 Quadratmeter Grundfläche) errichtet, gefolgt von zehn Gewächshäusern und dem dazugehörigen „Remotoire“ (Gebäude zur Vorbereitung der Pflanzen).

Unter Gewährleistung des laufenden Betriebs während der Bauarbeiten sollten in der nun abgeschlossenen zweiten Phase neun Gewächshäuser für Forschungszwecke errichtet werden. Die Gewächshäuser sollten sich architektonisch an die in der vorherigen Phase errichteten Gewächshäuser anlehnen, aber die Betriebskonzepte sollten sich unterscheiden, insbesondere bei einem der Gewächshäuser. Es sollte nach den Grundsätzen der Biosicherheit 2 betrieben werden, d. h. einer Biosicherheitsstufe, die die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen zur Isolierung gefährlicher biologischer Stoffe in einem Labor gewährleistet. Neben den Gewächshäusern sollte in dieser Phase auch die gesamte Grünanlage fertiggestellt werden.

Umsetzung

Recht klassisch mussten die Gewächshäuser mit einer 1 m dicken Betonwand versehen werden, über der ein Metallgerüst und Verglasung angebracht wurden. Das Innere wurde mit einer abwaschbaren Farbe beschichtet, um die Wartung und Neutralität der Anlagen bei einer Nutzungsänderung zu gewährleisten.

 

Spezielle Einrichtungen, die mit einem bestimmten Betrieb verbunden sind, ermöglichen die Kontrolle der Helligkeit und sogar der Art des Lichts. Die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit werden sehr genau eingestellt. All diese technischen Elemente sind notwendig, um je nach Art der Recherche unterschiedliche klimatische Bedingungen zu simulieren.

Außenanlagen

Im Außenbereich erforderte das Anlegen von Erdaufschüttungen, die notwendig waren, um den Anbau von Pflanzen zu ermöglichen, ganz besondere Vorsichtsmaßnahmen. Denn in diesen für den Anbau vorgesehenen Bereichen müssen genau definierte, übereinander liegende Erdschichten eingehalten werden. Die erste, der sogenannte A-Horizont, ist die oberste Bodenschicht, die reich an Humus und lebenden Organismen ist und von den Wurzeln gut besiedelt wird. Sie entspricht in der Regel der Pflugtiefe. Die zweite, der B-Horizont, ist die Nutzschicht für die Wurzelbildung, den Wasservorrat und die für die Fruchtbarkeit wichtigen Nährstoffe. Sie ist auch die Schicht mit auffälligen Spuren biologischer Aktivität wie Wurzeln und Regenwurmgängen.