Details zum Projekt

Durch diese Erweiterung konnte die Schule von einer Aufnahmekapazität von 850 Schülern auf 1'500 Schüler aufgestockt werden.

Das Interkantonale Gymnasium der Broye (GYB) wurde 2005 südlich von Payerne im Kanton Waadt errichtet. Es wurde von den Kantonen Waadt und Freiburg gebaut. Von 2019 bis 2021 steuerte Alpenda den Ausbau.

Geschichte

Sie wurde außerhalb der Stadt am Rande von Wohnvierteln errichtet und entsprach dem wachsenden Bedarf, der sich aus dem Bevölkerungswachstum in der Region ergab. Ursprünglich war sie für eine Kapazität von 850 Schülern ausgelegt.

Das Projekt zur Erweiterung des Interkantonalen Gymnasiums der Broye ist im Laufe der Jahre zu einer Notwendigkeit geworden. Die beiden betroffenen Kantone haben daher den Kauf der letzten bebaubaren Parzelle, die an das bestehende Gebäude angrenzt, abgeschlossen, um diese Erweiterung zu realisieren. Eine zusätzliche Parzelle mit einer Fläche von 10500 m2 wurde ebenfalls von der Gemeinde Payerne gekauft, um den künftigen Bedarf zu decken. Das Erweiterungsprojekt wird somit von dem Architekturbüro Boegli und Kramp als Vorprojektverfasser vorgeschlagen. Von 850 Schülern kann die schulische Infrastruktur nun 1500 Schüler aufnehmen, eine Zahl, die laut Prognosen im Jahr 2025 erreicht werden soll.

Das Projekt musste zudem mehrere Ziele erfüllen, von denen das erste städtebaulicher Natur war, um den öffentlichen Durchgang zu erhalten, der sich westlich des bestehenden Gebäudes befindet und das Wohnviertel südlich des GYB mit dem Norden in Richtung der Stadt Payerne verbindet. Um den Verkehr der Gymnasiasten und Lehrkräfte im Inneren zwischen dem bestehenden Gebäude und der Erweiterung zu gewährleisten, sah das Projekt die Schaffung von zwei unterirdischen Verbindungen durch Unterfangungen vor.

Das zweite Ziel bestand darin, die Erreichbarkeit mit sanfter Mobilität auf dem Gelände zu verbessern. Daher wurde ein neuer Fußgängerweg zwischen dem SBB-Bahnhof Payerne und dem Gymnasium eingerichtet, wobei die Rue du Favez entlang der SBB-Gleise zur Begegnungszone erklärt wurde. Der Haupteingang des Gymnasiums wurde in den Nordwesten des Geländes auf die untere Ebene des Erweiterungsbaus verlegt. Der Parkplatz für Zweiräder wurde ebenfalls auf die untere Ebene verlegt, um den Weg für Fahrräder zu erleichtern.

Das dritte Ziel betraf die Verlegung der Minutenablage für Schüler, die mit Fahrzeugen zum Gymnasium kommen. Da sie sich auf dem Parkplatz Süd befand, verursachte sie einen Fahrzeugstrom durch das Wohngebiet. Durch diese Änderung zum unteren Ende des Erweiterungsgrundstücks hin wurde ein neuer Zugang von der Rue de la Vignette aus geschaffen.

Projekt

Die Aufgabenstellung für die Erweiterung sah die Schaffung von 25 Mehrzweckklassenzimmern, mehreren Sonderräumen, einer einfachen Sporthalle und Verwaltungsräumen für die gesamte Turnhalle vor.

Das Projekt umfasste auch Anpassungsarbeiten am bestehenden Gebäude. Der neue Flügel der Turnhalle fügt sich in die natürliche Neigung des Geländes ein und verlängert den bestehenden Westflügel, indem er dessen gespannte Linien und gebrochene Winkel übernimmt, die vom Büro Boegli und Kramp entworfen wurden.

Die Fassadenelemente aus Betonfertigteilen wurden in einem anderen Farbton ausgeführt, um den Übergang vom bestehenden Gebäude zur Erweiterung zu markieren. Die Schlosserarbeiten in an Bronze erinnernden Farbtönen sind eine Anspielung auf die Farbe des bestehenden Gebäudes und verstärken so die Einheit der gesamten Anlage.

Um die Kohärenz zwischen dem bestehenden Gebäude und dem Erweiterungsbau zu stärken, wurden mehrere Umbauten vorgenommen, darunter der Zugang zum Gelände, der nun von unten über die Rue de Ia Vignette erfolgt. Eine große Halle empfängt die Schüler und verteilt die Ströme zur neuen Sporthalle oder zu den Klassenzimmern der Stufe O. Die Büros, die Direktion, die Verwaltung und die Lehrerzimmer wurden in die Ebene P um einen Innenhof herum verlegt, was in einem zweiten Schritt die Einrichtung eines neuen Verpflegungsbereichs für die Gymnasiasten anstelle der Verwaltungsräume ermöglichen wird.

Das Projekt wurde mit recyceltem Beton realisiert, und um dem Projekt eine zusätzliche warme Note zu verleihen, wurden die Klassenzimmer mit massivem Eichenparkett auf Holzbalken ausgestattet. Diese Architektur, wie auch die der Gemeinschaftsräume, die in Bitu-Terrazzo ausgeführt wurden, spiegelt das bestehende Gebäude wider. Die Decken der Gemeinschaftsräume sind als abgehängte Akustikdecken ausgeführt. Die Eingangshalle beherbergt einen künstlerischen Bodenbelag aus Zement-Terrazzo des Künstlers Karim Noureldin.

Das Energiekonzept des Gebäudes wurde mithilfe von 22 Erdwärmesonden in jeweils 250 m Tiefe erdacht, die an eine Wärmepumpe angeschlossen sind. Im Gebäude wird die Wärmeerzeugung hauptsächlich über Heizkörper verteilt, mit einer Fußbodenheizung in der Sporthalle und den Umkleideräumen.

Die Erweiterung stützt sich auf die Fundamente des bestehenden Gebäudes, was umfangreiche Unterfangungsarbeiten erforderte, darunter das Einsetzen von Mikropfählen, um zwei vertikale Verbindungen zu schaffen, die die Treppenhäuser und die Aufzüge beherbergen und so die beiden Gebäudekörper vereinen. Die Außenanlagen umfassen die Schaffung von Dachbegrünungen auf den Dächern des neuen Gebäudes. Außerdem wurde ein Außenparkplatz für Zweiräder, Autos und Fahrräder vorgesehen, der unter anderem mit elektrischen Ladestationen ausgestattet ist.