Details zum Projekt

Ein neues Alters- und Pflegeheim mitten im Stadtzentrum von Monthey

Dieses neue Pflegeheim befindet sich 200 m vom Marktplatz entfernt an der Kreuzung der Avenue de la Plantaud und der Rue de Venise. Seine Lage bietet Ruhe und Gelassenheit und ermöglicht es den Bewohnern gleichzeitig, ihre Unabhängigkeit und die Annehmlichkeiten der Stadt zu genießen.

Lage

Das Gebäude bietet eine moderne Infrastruktur für eine qualitativ hochwertige Pflege von älteren Menschen. Das neue Gebäude wird von der Tertianum-Gruppe betrieben, die auf solche Einrichtungen spezialisiert ist und in der ganzen Schweiz 80 ähnliche Einrichtungen mit insgesamt über 1700 Wohnungen und Appartements sowie rund 3100 Pflegebetten betreibt.

 

Das Altersheim in Monthey bietet seinerseits 39 2,5-Zimmer-Wohnungen mit Loggia für Senioren an, die eine sichere und selbstständige Wohnform wünschen. Einige möblierte Wohnungen werden auch für Kurzaufenthalte vermietet. Die Einrichtung bietet außerdem 40 medizinisch betreute Einzelzimmer und sechs Betten in der psychogeriatrischen Abteilung. Ein Restaurant rundet das Angebot ab, ebenso wie eine zweigeschossige Tiefgarage. Das Projekt wurde von den Architekten Bonnard Woeffray entwickelt.

Projekt

Aus architektonischer Sicht ist das Gebäude L-förmig gebaut und besteht aus zwei Flügeln mit fünf Stockwerken auf Erdgeschoss. In den letzten drei Stockwerken befinden sich die betreuten Wohnungen und in den ersten beiden Stockwerken sind 46 Pflegeheimzimmer in einer geriatrischen Abteilung untergebracht. Die erste Etage öffnet sich zu einer Außenterrasse, die sichere Spaziergänge an der frischen Luft ermöglicht. Im Erdgeschoss bietet ein gemeinsamer Sockel Fläche für die Gemeinschafts- und Verwaltungsbereiche des Pflegeheims sowie sieben psycho-geriatrische Zimmer mit zehn Betten, die um zwei begrünte Innenhöfe angeordnet sind.

Die Tiefgarage nimmt zwei Untergeschosse ein, in denen sich auch die gesamten technischen Räume und zwei PC-Schutzräume befinden, sowie Umkleideräume für die Angestellten, Lagerräume und Keller. Die Bewohner haben auch die Möglichkeit, ein neu gebautes Restaurant auf dem Gelände zu nutzen.

Die Struktur des EMS besteht aus Stahlbeton und die hinterlüfteten Fassaden aus eloxiertem Alu. Im Inneren variieren die Böden je nach Ort zwischen PVC, Linoleum, geschliffenem Estrich oder Terrazzo. Die Wände bestehen aus Glasvlies.

Das Gebäude erfüllt die Anforderungen des Mi- nergie®-Labels, das einen optimalen Komfort und eine effiziente Nutzung der Ressourcen fördert. Die Erzeugung von Wärme und Warmwasser wird durch Fernwärme aus dem kommunalen Netz sichergestellt. Die Stromversorgung wird durch ein Eigenverbrauchssystem ergänzt, das auf Photovoltaikpaneelen basiert, die auf dem Dach des Gebäudes installiert sind. Die hinterlüfteten Fassaden erfüllen ebenfalls den Minergie®-Standard.

Die Spezial- und Erdarbeiten waren umfangreich und dauerten zweieinhalb Monate. Da das Gebäude mitten im Stadtzentrum liegt und von Gebäuden umgeben ist, mussten umfangreiche Unterfangungen im benachbarten Gebäude vorgenommen werden, um die Erdarbeiten zu stabilisieren, darunter eine neun Meter hohe Berliner Wand. Da das Bauwerk in einem Erdbebengebiet liegt, musste die Konstruktion an die erdbebensicheren Normen angepasst werden, darunter insbesondere der Einbau einer speziellen Verbindung zwischen den beiden Gebäuden, die eine horizontale Verschiebung im Falle eines Erdbebens ermöglicht.