Details zum Projekt

Europäischer Hauptsitz eines multinationalen Konzerns

Das Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Wohnhaus errichtet, 1913 erweitert und in ein Hotel umgewandelt und 1938 um eine fünfte Etage erweitert.

Lage

Das Unternehmen Alcoa, der weltweit größte Hersteller von Primäraluminium, halbfertigem Aluminium und Aluminiumoxid mit rund 100 Produktionsstätten in 15 europäischen Ländern und etwa 30.000 Beschäftigten, ist seit 1962 Eigentümer des Gebäudes, das damals für die Verwaltungszwecke des Unternehmens umgebaut wurde.

Das Gebäude befindet sich am unteren Ende der Avenue d’Ouchy in einer hochwertigen Umgebung und in der Nachbarschaft von renommierten Hotelbetrieben, anderen Hauptsitzen großer Unternehmen, zahlreichen Kultur-, Sport-, Tourismus- und Freizeiteinrichtungen. Das Gebäude profitiert zudem von einer ruhigen Umgebung und fügt sich logisch in das Stadtgefüge des südlichen Lausanne ein, parallel zum Hang des Geländes, mit Blick auf den See.

Das beschlossene Programm für die Umbauarbeiten ist das Ergebnis einer strategischen Entscheidung des Konzerns, den europäischen Hauptsitz nach Lausanne zu verlegen.

Das Gebäude musste also nicht nur durch ein angemessenes Image und eine neue räumliche Organisation an seine neue Funktion angepasst werden, sondern auch die technische Infrastruktur musste vollständig erneuert werden. Eminent belastende Zusatzbedingung: eine etappenweise Organisation der Arbeiten, die es ermöglichte, den Betrieb während der gesamten Dauer des Eingriffs aufrechtzuerhalten.

Projekt

Vier Hauptthemen zur Entwicklung des Projekts. Das Projekt konzentriert sich auf die Entwicklung von vier Hauptthemen, die darauf abzielen, Licht und Transparenz, Kommunikation, ein klares Raumkonzept und Einfachheit bei der Materialwahl zu fördern.

Um diesen Zielen gerecht zu werden, wurde die innere Typologie des Gebäudes beibehalten, jedoch wurden auf beiden Seiten des zentralen Korridors große Glasöffnungen eingebaut, die die Verkehrs- und Büroräume miteinander verbinden und gleichzeitig die Sicht nach außen verbessern.

Da die für Hoteleinrichtungen typische starke Unterteilung wegfällt, entsprechen die so entstandenen offenen Räume den Funktionsweisen eines modernen Unternehmens und fördern eine räumliche Dynamik, die dem angestrebten Austausch zwischen den Mitarbeitern zugute kommt.

Die neuen, transparenten und weniger dichten Trennwände ermöglichen viel natürliches Licht in den Gemeinschaftsbereichen, die sich so in Orte des Austauschs und der Kommunikation verwandeln. Die Funktionalität der Räume des ehemaligen Hotels bleibt erhalten und die inneren Qualitäten des Gebäudes werden nicht nur durch die oben genannten Maßnahmen hervorgehoben, sondern auch durch die Sanierung der großen Halle im Erdgeschoss, die als öffentliches und repräsentatives Stockwerk fungiert.

Andererseits wurden alle HLKS-Einrichtungen zusammengelegt, um neue Flächen für die Nutzer freizumachen und die etappenweise Umsetzung des Projekts zu erleichtern.

Die gewählten Materialien und ihre Verarbeitung unterstreichen die Klarheit und Einfachheit, die bei der Wahl der Innenausstattung angestrebt wurde: Die geölten Parkettböden aus kanadischem Ahorn in einigen Verkehrsbereichen stehen im Kontrast zu den wolligen Teppichböden in den Büros und Besprechungsräumen; ebenso integrieren die Decken aus Akustikgips in den Büros und aus mikroperforiertem Holz in den Verkehrsbereichen die verschiedenen Beleuchtungsquellen und markieren die Grenzen zwischen gemeinsamen und privaten Bereichen.

Schließlich bilden lackierter Gips und sandgestrahlte Glaspaneele mit Aluminiumrahmen Trennwände, die in einem harmonischen Dialog miteinander stehen. Die Gebäudehülle wird in einem weiteren Schritt renoviert, wobei ihre eigenen Qualitäten hervorgehoben werden sollen. Der Parkplatz nördlich des Gebäudes wird ebenfalls neu organisiert und mit differenzierten Fußgängerwegen kombiniert.