Details zum Projekt

Dreißig Jahre ununterbrochene Entwicklungen

Für ein wissenschaftliches Exzellenzzentrum von Weltruf.

Lage

Die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) ist nach dreißigjähriger Entwicklung am Standort Ecublens im Westen der waadtländischen Hauptstadt endlich fertiggestellt. Die Studien für diesen gigantischen Standort begannen 1970 und führten von 1973 bis heute zum Bau einer echten Satellitenstadt, die ganz der Wissenschaft in allen Disziplinen gewidmet ist.

In der Zwischenzeit ist die Zahl der Studierenden an der EPFL von weniger als 2.000 auf etwa 5.000 gestiegen, wobei der Zeithorizont bis zum Jahr 2005 zur Aufnahme von 7.000 Studierenden führen soll, wobei das Korps der Professoren, Lehrer, Forscher und Angestellten nicht eingeschlossen ist.

Die EPFL, ein Exzellenzzentrum von Weltruf, befindet sich an einem außergewöhnlichen Standort, nicht weit vom See entfernt und durch die Straßenbahnlinie im Südwesten von Lausanne direkt mit der Stadt verbunden. Die EPFL verfügt über alle Infrastrukturen, die für das Leben und die Entwicklung einer Kleinstadt erforderlich sind, einschließlich hervorragender Sport- und Freizeiteinrichtungen, jedoch ohne Wohnraum, was sie von einem Campus nach amerikanischem Vorbild unterscheidet.

Programm

Ausrichtung der neuen Phase an der umstrukturierten akademischen Organisation. Das „Nordviertel“ bildet die dritte und letzte der großen Entwicklungsstufen.

Sie endet zu einem Zeitpunkt, an dem grundlegende Veränderungen in der akademischen Struktur der Hochschule stattfinden: Aus zwölf Abteilungen werden fünf Fakultäten, die Interessengemeinschaften und wissenschaftliche oder technische Interaktionen zwischen den verschiedenen gelehrten Disziplinen in den Vordergrund stellen wollen.

Dieses Ziel wird besonders deutlich durch die Integration der Abteilungen für Bauingenieurwesen, Agraringenieurwesen und Architektur, die zu einer Fakultät für natürliche, architektonische und gebaute Umwelt (ENAC) verschmelzen.

Die Architekten, die als letzte am Standort Ecublens ankamen, sahen sich von da an vollständig in die EPFL integriert, sowohl auf funktionaler und praktischer Ebene als auch in Bezug auf die Gestaltung des Unterrichts, einschließlich der Erweiterung und Öffnung gegenüber den verschiedenen in Ecublens gelehrten Wissenschaften.

Das Programm umfasst neben den Unterrichtsräumen auch umbaubare Übergangsräume, die für die Organisation von Veranstaltungen aller Art nützlich sind. Es wird durch Infrastrukturen ergänzt, die für alle im „Quartier Nord“ vertretenen wissenschaftlichen und technischen Fachrichtungen geeignet sind.

Projekt

Funktionalität und Systematik: wichtige Kriterien. Das Projekt erfüllt die Anforderungen an die Integration dieser Etappe an einem Ort, der bereits stark vom Charakter der beiden vorherigen Entwicklungen geprägt ist, die jeweils ihre eigene Identität behaupten und dennoch ein homogenes Ganzes bilden.

Die Absicht, dies auch für die dritte Etappe zu tun, führte die Planer zu einer städtischen Projektorganisation mit großen Volumen und einer stark strukturierten Geometrie. Diese wird durch sich wiederholende Konstruktionssysteme unterstrichen, die den nüchternen und monumentalen Effekt, den das Ensemble ausstrahlt, verstärken können.

Die andere Seite der Überlegungen, die der Umsetzung des Projekts zugrunde lagen, betraf die Notwendigkeit, so zu bauen, dass die Innenräume sehr flexibel angepasst werden können. Diese Elemente zusammen haben zu einem Ensemble geführt, das eine Nord-Süd-Achse parallel zu den Gebäuden der ersten Etappe stark betont und zu einer einheitlichen und kohärenten Lesart des Geländes beiträgt.

Die technischen Fragen, die baulichen Vorkehrungen, die Verbindungen der Flüssigkeiten und Kräfte, die Gestaltung der Plätze und Wege entsprechen allen Kriterien, die bereits für alle auf dem Gelände der EPFL installierten Gebäude entwickelt wurden.

Die Gebäude nehmen somit ihren Platz in einem hoch organisierten und kohärenten technischen Netzwerk für alle Einrichtungen ein.