Details zum Projekt

Umgekehrte Schritte

Fast zwei Jahre nach der Fertigstellung des Projekts mit zweiundvierzig Wohnungen namens Parallèle II in Le Mont-sur-Lausanne vervollständigt sein Zwillingsbruder Parallèle I den Komplex, der nun aus vier Gebäuden besteht.

Situation

Wie bei der vorherigen Etappe bestand die Schwierigkeit dieser zweiten Etappe in der unmittelbaren Nähe der Umgehungsautobahn von Lausanne, an die sich die neuen Gebäude anlehnen.

Die gewählte Lösung ist ein Programm namens Live & Work (Leben und Arbeiten), das wie in der ersten Etappe zwei Gebäude mit spezifischen Nutzungen kombiniert: Wohnungen und Räume, die es ermöglichen, berufliche Aktivitäten handwerklicher, halbindustrieller oder privater Art zu entwickeln.

Eines der Gebäude ist für Wohnungen bestimmt.

Das zweite, das für berufliche Aktivitäten bestimmt ist, dient als Lärm- und Sichtschutzvorhang zugunsten der Wohnungen.

Programm

Kauf in Gruppen. Diese zweite Phase von Parallèle bestand aus fünfundfünfzig Wohnungen, fünfzig Ateliers und elf Einkaufsarkaden.

Während im Projekt Parallele II die Wohnungen vermietet wurden, ohne dass eine Verbindung zwischen Wohnung und Zusatzraum bestand, unterscheidet sich das Projekt Parallele I in Bezug auf die Bedingungen: Grundsätzlich werden Wohnung und Atelier vertraglich verbunden und als Eigentum angeboten.

Für neue Eigentümer bietet diese Lösung den Vorteil, dass sich die täglichen Arbeitswege auf wenige Dutzend Meter beschränken.

Eine Nähe, die auf wirksame Weise zu einer Entlastung der Autoströme beiträgt… wie um die sechs Autobahnspuren, die den Komplex im Norden begrenzen, sehr teilweise auszugleichen.

Umsetzung

Filterung. Wie in der ersten Stufe wurde der Lärm der Autobahn gefiltert, indem die Schnellstraße durch einen schmalen, ganz langen Block mit einem geschlossenen Winkel begrenzt wurde, in dem die Werkstätten untergebracht waren.

Die Metallfassaden auf der Rückseite als Schallschutz, eine Zusammenlegung der Gänge im Norden und Arbeitsräume, die nur nach Süden gehen, haben dafür gesorgt, dass diese Räume ruhig bleiben.

Dieser wirtschaftlich genutzte Bau behält einen industriellen Charakter mit großen Deckenhöhen und Flächen, die roh geliefert werden, um nach besonderen Bedürfnissen ausgebaut zu werden.

 

Das gegenüberliegende Wohngebäude fügt sich in das bestehende Viertel ein und weist eine entgegengesetzte Ecke auf, wodurch im Norden ein geschützter Innenhof entsteht. Die fünfundfünfzig Wohnungen weisen eine sehr offene Typologie auf, die den Wohnraum fördert.

Sie sind nach Süden ausgerichtet, verfügen über maximale Helligkeit und große Balkone, die sich zum Genfer See und den Alpen hin öffnen.

Zwischen den beiden Gebäuden dient die Gestaltung eines erhaltenen Innenhofs als Verbindung zwischen den Gebäuden und stellt eine Verbindung zwischen der Arbeitswelt und dem Familienleben her.

Mit seinen Einkaufsarkaden und zahlreichen Geschäftsräumen ist er auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Der Platz ist mit Bäumen der wichtigsten Baumarten bepflanzt und mit Wasserstellen versehen.