Details zum Projekt

Eine neue Schule, um die Entwicklung der Stadt Lancy zu begleiten

Angesichts der demografischen Entwicklung in der Region Genf hatte die Stadt Lancy ein Schulprojekt ins Auge gefasst, das in zwei Phasen realisiert werden sollte, wobei eine zweite Phase bis 2030 vorgesehen war.

Geschichte / Lage

Es wurde eine Ausschreibung durchgeführt, die Planung und Bau der Quartierschule umfasste, für einen kostenbegrenzenden Totalunternehmerbau. Im Jahr 2017 geht der erste Preis an die Architekten des Büros CLR Architectes SA und die Totalunternehmerin Alpenda, die den Auftrag zur Realisierung des Projekts erhalten. Da die Zahl der Schüler schneller als erwartet wächst, wird schließlich beschlossen, alle für den Unterricht vorgesehenen Räume in einer einzigen Phase bis zum Beginn des Schuljahres 2021 zu bauen.

Die Lage im Norden der Stadt, im Stadtteil Plateau in Petit-Lancy, ist ideal für die Gründung einer Schule. Die Schule ist für Fußgänger und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel leicht zu erreichen und fungiert gleichzeitig als Zentrum für ein ganzes Stadtviertel. Bereits im kommunalen Richtplan von 2008 wurde dieses Gebiet als zu entwickelnder Bereich definiert und ein Quartierszentrum erwähnt. Der Kauf der Parzelle durch die Gemeinde bietet die Gelegenheit, die städtebaulichen Pläne zu konkretisieren und eine neue Schule in einem vorwiegend wohnlichen Umfeld zu errichten.

 

Programm / Projekt

Das verfügbare Grundstück ist über 7000 Quadratmeter groß und liegt an der Ecke, die von der Avenue du Plateau und der Route de Saint-Georges gebildet wird. Das Programm sah den Bau von acht Klassenzimmern und einer Turnhalle im Jahr 2020 vor, gefolgt von acht neuen Klassenzimmern mit einer Aula im Jahr 2030. Aufgrund des erheblichen Anstiegs der Schülerzahlen werden diese beiden Phasen schließlich zusammengelegt. Das Programm umfasst ab diesem Zeitpunkt 16 Klassenzimmer und mehrere Räume für mehrfach behinderte Kinder, die von der Stiftung Clair-Bois betreut werden.

Ein pädagogisches Zentrum, eine Sporthalle, eine Schulkantine und Räume für außerschulische Aktivitäten sind ebenfalls integriert. In diesem Projekt einer inklusiven Schule werden alle Maßnahmen berücksichtigt, die für die Aufnahme von Kindern mit Behinderungen erforderlich sind, insbesondere die Beseitigung architektonischer Barrieren.

Das Projekt wurde vom Architekturbüro CLR Architectes SA entwickelt und zeichnet sich durch die flexible Nutzung der Räume und die Wahl eines klaren Designs aus. Die neue Schule ist in der nordöstlichen Ecke des Grundstücks angesiedelt. Dadurch bietet es dem Schulhof eine gute Orientierung nach Süden, geschützt von der Straße, und stellt ihn in Kontakt mit der Nachbarschaft. Außerdem bewahrt er die majestätischen Bäume, die auf dem Grundstück stehen. Das drei Stockwerke über dem Erdgeschoss hohe Gebäude nimmt die Geometrie der nördlichen Bebauung auf und vermeidet die Frontalität mit der Straße. Ursprünglich für einen Bau in zwei Etappen vorgesehen, sollte der Plan die Umsetzung des zweiten Teils erleichtern, ohne den Betrieb des ersten zu beeinträchtigen.

Dieses Bauwerk drückt sich in mehreren Verschiebungen und Hüftschwüngen aus, die durch die großen Betonportale der Fassaden hervorgehoben werden.

Umsetzung

Aufgrund der früheren Marmorieraktivitäten auf dem Gelände ging dem Bau die Sanierung der Böden voraus. Von der Grundsteinlegung am 29. September 2020 bis zur Eröffnung der Klassenzimmer zum Schuljahresbeginn 2021 folgten die einzelnen Etappen in schnellem Tempo aufeinander. Mit einer Betonstruktur, vorgefertigten Fassadenelementen, Holz/Metall-Tischlerei und den hölzernen Oberlichtern bildet das Gebäude ein kompaktes und rationelles Volumen.

Insbesondere die Erdwärmeheizung und die Foto-Voltaik-Paneele auf dem Dach sorgen dafür, dass das Gebäude die Kriterien für eine hohe Energieeffizienz erfüllt. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen und Engpässen bei der Rohstoffbeschaffung sorgte der Totalunternehmer Alpenda für eine kosten- und termingerechte Fertigstellung des Gebäudes.