Details zum Projekt

Vom Mieter zum Genossenschaftsmitglied werden

Vom Staat Genf im Baurecht abgegeben

Lage

Auf dem 6.245 m2 großen Grundstück des ehemaligen Institut Batelle in Carouge befinden sich nun drei Gebäude mit insgesamt 84 Wohnungen, die von der Genossenschaft Cooplog errichtet wurden.

Die Genossenschaft hat sich zum Ziel gesetzt, unter den bestmöglichen wirtschaftlichen Bedingungen zu bauen, um Mietern mit geringem Einkommen die Möglichkeit zu geben, Genossenschafter zu werden und so die Kontrolle über die Bestimmung ihrer Wohnung zu erlangen.

Das Bauvorhaben, das den Anforderungen der HBM-Norm entspricht, ist in einer hochwertigen Umgebung angesiedelt, die von einem Quartierplan profitiert und nicht weit vom Zentrum von Carouge entfernt liegt.

Programm

Lösungen abseits der ausgetretenen Pfade. Abgesehen von den niedrigen Baukosten (420.-/m3) wurden bei der Entwicklung des Projekts mehrere wichtige Kriterien berücksichtigt. Die Räume sind mindestens 16 oder 17 m2 für Schlafzimmer, 15 m2 für Küchen und mindestens 30 m2 für Wohnzimmer.

Das Hauptbaumaterial ist Holz, das in Form von vorgefertigten Elementen verarbeitet wird. Nur die Basis des Gebäudes und die Treppenhäuser/Aufzüge werden aus Stahlbeton gebaut.

Diese fungieren als starre statische Elemente und ermöglichen es, aufgrund ihrer axialen Position, die nicht bewohnbare Fläche zu minimieren. Die Holzelemente bestehen aus vertikalen und horizontalen Leimholzrahmen, die mithilfe von harzvergossenen Metallstäben in den Pfosten und Lattenrosten zusammengebaut werden.

Diese Verbindungen, die in ihrem Verhalten mit Schweißnähten vergleichbar sind, verbinden Hölzer, deren Qualität durch Untersuchungen mit einem Ultraschallgerät bestimmt wird. Diese Technik garantiert eine Standardqualität und ermöglicht eine Verringerung der Querschnitte um 30-40% im Vergleich zu den üblichen Normen.

Die Anwendung der neuen Möglichkeiten, die diese Technologien bieten, ermöglichte den Bau der Gebäude auf fünf Ebenen, was für den kollektiven Wohnungsbau eine „Premiere“ darstellt.

Die Frage des Brandschutzes, die aufgrund des Gesamt- und Detailkonzepts bereits passiv gelöst ist, wird zusätzlich in aktiver Form durch die Installation einer automatischen Feuerlöschanlage gelöst, die von den Behörden nach dem Brand der Gebäude in Gilamont in Vevey gewünscht wurde.

Die Gebäudetechnik ist klassisch, mit Ausnahme der Heizung, die mit Gas betrieben wird und deren Zentralen ebenso wie die Lüftungsanlagen auf dem Dach installiert sind.

Das Ensemble bietet geräumige und helle Wohnungen, deren an den Fassaden gelegene, natürlich beleuchtete Bäder einen unbestreitbaren zusätzlichen Vorteil darstellen. Hinzu kommt der Vorteil der vollständig verglasten, unbeheizten Loggia, die im Sommer ein Balkon und im Winter ein effizienter Wärmepuffer ist.