Details zum Projekt

Artemis nimmt seinen Platz im Perimeter des Nutzungsplans namens Bussigny-Ouest ein

Der Westen von Lausanne entwickelt sich rasant. Am Chemin de Champ Perrin werden die sechs Gebäude des Projekts errichtet.

Lage

Bussigny-Ouest ist ein aufstrebender Stadtteil, der bereits zahlreiche Dienstleistungen anbietet und die für das gesellschaftliche Leben notwendigen Leistungen und Infrastrukturen bereitstellen wird. Mehrere öffentliche Gebäude sind neueren Datums, wie das Collège, die Doppelturnhalle und ein Pflegeheim.

Programm

Das Artemis-Projekt umfasst 90 Mietwohnungen, die auf sechs Gebäude verteilt sind: fünf Gebäude mit je 14 Wohnungen und ein Gebäude mit 20 Wohnungen. Die fünfstöckigen Gebäude sind in zwei Gebäudekomplexe aufgeteilt, die sich auf beiden Seiten des Weges Champ Perrin befinden. Unter jedem Komplex befindet sich ein Keller, der alle drei Gebäude auf dem Grundstück bedient: Keller für alle Wohnungen, PC-Schutzräume, technische Räume, etwa 40 Parkplätze und einige Motorradstellplätze. Darüber hinaus haben die Mieter Zugang zu einem Fahrradraum direkt im Erdgeschoss ihres Gebäudes.

Projekt

Der Bauherr wollte sich von der Masse abheben, indem er Wohnungen mit einer einzigartigen Deckenhöhe von drei Metern in allen Wohnungen vom Erdgeschoss bis zum dritten Stock anbot. Die Wohnungen im vierten Stock hingegen bieten konventionellere Raumhöhen von 2,60 Metern. Die Fassaden sind mit Verblendziegeln bearbeitet, um den Gebäuden ein mineralisches Aussehen zu verleihen. Dieser natürliche Effekt wird durch hölzerne Balkontürme ergänzt. Jeder Balkon ist mit Blumenkästen versehen, die mit einheimischen Arten bepflanzt sind, was der Sorgfalt entspricht, mit der die Außenanlagen des Komplexes gestaltet wurden. Die sechs Gebäude fügen sich nahtlos in den neuen Stadtteil ein.

 

Die Eineinhalb- bis Viereinhalb-Zimmer-Wohnungen vermitteln mit ihren großen Fensterfronten, luftigen Holzbalkonen und hohen Decken ein Gefühl von Weite und Freiheit. Die Verkleidungsmaterialien sind in hellen Farbtönen vorgesehen, um dem Effekt der Wärmespeicherung entgegenzuwirken.

Umsetzung

Es waren spezielle Fundamente erforderlich. So wurden Gunting-Wände errichtet und 220 Pfähle von etwa 20 Metern Länge, die im Rückwärtsgang gebohrt wurden, bilden die Grundlage für die Gebäude. Infrastruktur und Oberbau bestehen aus Beton. Im Inneren ist der Beton in den Gemeinschaftsbereichen für die Wände und Decken sichtbar, die Böden werden mit geschliffenem Estrich behandelt. Die Fassaden sind unter den Verblendziegeln mit Steinwolle isoliert. Die Außenschreinereiarbeiten sind in Holz-Metall-Mischbauweise ausgeführt. An der Fassade sind die 12 tragenden Türme der Balkone in Holzstrukturen ausgeführt. Die Mieter profitieren so von einem 22 Quadratmeter großen Außenbereich. Die begrünten Dächer sind mit einem Wasserrückhaltesystem ausgestattet. Die Wohnungen haben glatte, sorgfältig gestrichene Wände und Fliesen- und Parkettböden.

Techniken

 

Das Artemis-Projekt vereint Nachhaltigkeit und Komfort. Die Heizung wird durch geothermische Wärmepumpen und eine Fußbodenverteilung gewährleistet. Photovoltaikpaneele sorgen für die Stromerzeugung. Die Wohnungen sind mit einer einflutigen Lüftung mit Wärmerückgewinnung ausgestattet, während die Parkplätze mechanisch belüftet und mit Sprinklern versehen sind. Artémis verfügt somit über das Label Minergie ECO®.

Außenanlagen

Besondere Sorgfalt wurde auf die Gestaltung der Außenanlagen gelegt. Das Projekt wurde so konzipiert, dass begrünte Begegnungsräume mit Bäumen, Sträuchern, Blumenpflanzungen, Gräsern und auch Wiesenbereichen hervorgehoben wurden. Es wurden etwa 30 Bäume gepflanzt. Der Rasen wurde auf seinen strikten Nutzen für die Gärten im Erdgeschoss reduziert. Die Außenbereiche wurden in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten entwickelt und bieten Spielplätze für Groß und Klein, die so angelegt wurden, dass sie eine Verbindung zwischen den Bewohnern des Viertels schaffen. Natürliche Spielgeräte wurden bevorzugt.

Starke Punkte

Das Artemis-Projekt zeichnet sich durch viele positive Aspekte aus. Der erste ist natürlich die Deckenhöhe der Wohnungen sowie deren Helligkeit. Die 12 Balkontürme aus Holz mit Geländern, Abdichtung und eingebauten elektrischen Systemen wurden in der Werkstatt vorgefertigt und sind ein großer Erfolg. Die Montage der Türme auf der Baustelle erfolgte in einem wöchentlichen Rhythmus, bei dem sich die Arbeiten in der Werkstatt und vor Ort abwechselten.