Details zum Projekt

Renovierung eines symbolträchtigen Hochhauses in Lausanne an einem bewohnten Standort

Der Tour B, das Symbol des Stadtteils La Sallaz, wurde renoviert, um Energieeffizienz, Komfort und Modernität zu vereinen.

Lage

Der Ende der 1960er Jahre errichtete Turm B ist seit über einem halben Jahrhundert ein Wahrzeichen des Stadtviertels La Sallaz. Nach einigen punktuellen Eingriffen profitierte er 2016 von einer teilweisen Neuqualifizierung seines Sockels und des Zwischengeschosses, die parallel zur Umgestaltung des gleichnamigen Platzes durchgeführt wurde.

Die Inneneinrichtung, die technischen Installationen und die Architektur aus rohem Beton entsprachen jedoch nicht mehr den heutigen Standards. Die Renovierung war daher ein notwendiger Schritt, der ästhetische Aufwertung und energetische Verbesserung miteinander verband.

Programm

Das Projekt umfasste eine umfassende Modernisierung des Turms, die sowohl technische als auch strukturelle und architektonische Maßnahmen umfasste. Die Asbestsanierung, die Anpassung an die Brandschutznormen, die Erneuerung der elektrischen Netze und der HVAC-Installationen im Inneren des Gebäudes führten zu einer tiefgreifenden Modernisierung. Die vertikale Zirkulation wurde neu gestaltet: Die vorhandenen Aufzüge wurden durch neue ersetzt, ergänzt durch einen Feuerwehraufzug und ein Druckausgleichssystem, das den neuesten Sicherheitsstandards entspricht.

Außen hat der Turm dank einer leistungsstarken Perimeterdämmung und der Erneuerung des Daches eine neue Silhouette erhalten, wodurch seine Energieeffizienz gesteigert wurde. Die gesamte Struktur wurde seismisch verstärkt.

Projekt

Das Projekt ist Teil eines architektonischen und energetischen Sanierungsprozesses, der die Rolle des Turms als städtisches Wahrzeichen bekräftigen und gleichzeitig Wohnungen anbieten soll, die zeitgenössischen Standards entsprechen. Die Fassade wurde neu gestaltet, um dem Gebäude wieder Schlankheit und Leichtigkeit zu verleihen. Ihre neue Verkleidung aus perforiertem Montana-Blech, die von horizontalen Bändern rhythmisiert wird, gewährleistet eine architektonische Kontinuität mit den 2016 auf dem Place de La Sallaz errichteten Gebäuden. Eine neu gestaltete Beschilderung verstärkt zudem die Identität des Gebäudes im Stadtgefüge.

Die innere Umgestaltung zielt darauf ab, helle und komfortable Räume zu bieten. Die Endbearbeitungen verbinden die Aufwertung bestehender Elemente mit zeitgenössischen Eingriffen, die eine maßvolle und angepasste Modernität mit sich bringen.

Dieses Projekt wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem Bauherrn, dem Architekten und dem Totalunternehmer Alpenda durchgeführt. Diese Synergie zeigt sich in der Qualität der technischen und ästhetischen Entscheidungen, der Nachhaltigkeit der gewählten Materialien und der Aufmerksamkeit, die dem Komfort der Mieter gewidmet wurde, die in vollständig renovierte Wohnungen zurückkehrten.

Umsetzung

Die Konsolidierung der Struktur erforderte die Verwendung von ultrahochleistungsfähigem Faserbeton (UHPC) im Erdgeschoss. Im Außenbereich wurden die Fenster ausgetauscht und die Balkone vergrößert, um die Sicherheitsstandards für Hochhäuser zu erfüllen.

Im Inneren wurden die Wohnungen komplett renoviert: Parkettböden wurden je nach Zustand restauriert oder ausgetauscht, Bäder modernisiert, Wände und Decken erneuert, Küchen mit Arbeitsplatten und Kredenzen aus Edelstahl ausgestattet und durch Möbel mit Hochglanzoberflächen ergänzt.

Techniken

Die technische Modernisierung umfasste den Austausch der CVS-Verteilungen und der Elektroinstallationen sowie die Verlegung der Hauptverteilungen in den Technikraum. Alle für ein Hochhaus erforderlichen Vorrichtungen wurden integriert: Brandmeldeanlage, Notbeleuchtung, Druckentlastung und Feuerwehraufzug.

Besondere Maßnahmen

Neben der UHFB-Verstärkung wurde eine Kombination aus Stahl- und Betonkonstruktion eingesetzt, um das Gebäude zu sichern. Um diese schweren Eingriffe zu ermöglichen, bot eine Sommerschließung den Teams ein begrenztes Zeitfenster, das von einem besonders ehrgeizigen Zeitplan bestimmt wurde.

Herausforderungen

Die Renovierung fand unter beengten Verhältnissen statt, da sich in den oberen Stockwerken eine Zahnarztpraxis und Mieter befanden. Die Baustelle erforderte daher ein rigoroses Lärm- und Staubmanagement sowie die Aufrechterhaltung der Netzwerke. Die Arbeiten wurden nach Ebenen gestaffelt, um die Asbestsanierung unter Beibehaltung der Zugänge zu ermöglichen: Ein Aufzug blieb dank der vorherigen Trennung des Schachts während der gesamten Maßnahme in Betrieb. Die Koordination mit den Geschäften erleichterte die Organisation der strukturellen Verstärkungen und der Lieferzonen. Eine ständige Überwachung durch eine spezielle Person, die durch regelmäßige Kommunikation mit den Bewohnern und Geschäftsleuten unterstützt wurde, trug dazu bei, die Beeinträchtigungen in jeder Phase zu begrenzen. Die Unternehmen, die bereits in der Vorverhandlungsphase auf die besonderen Bedingungen des Eingriffs aufmerksam gemacht wurden, konnten ihre Organisation entsprechend anpassen.

Starke Punkte

Durch die Verwaltung der Wohnungsrochaden und die Anpassung der Arbeiten in den Bereichen Sanitär und Heizung konnte die Nutzung der Wohnungen aufrechterhalten werden. Die Erhaltung von Elementen in gutem Zustand, wie z. B. bestimmte Parkettböden oder Wände, verringerte die Abfallproduktion. Schließlich trug auch die Flexibilität der Unternehmen, die in der Lage waren, ihre Organisation täglich anzupassen, wesentlich zum Erfolg des Projekts bei.