Lage
Auf einem Grundstück mit geringer Fläche, in einem Stadtgefüge mit nicht zusammenhängender Ordnung, zum See hin ausgerichtet.
Diese Situation erforderte die Planung eines gleichzeitig dichten und filternden Komplexes, dessen Volumen sowohl in der Höhe als auch in der Länge zum See hin abnimmt, direkte Ausblicke auf die Seelandschaft ermöglicht, zwischen den Baukörpern völlig autofreie Landschaftsstreifen freigibt und die benachbarten Grundstücke des Projekts, die von einer starken Vegetation dominiert werden, durch Fußgängerstraßen verbindet, die um die Sockel der Gebäude verlaufen, echte visuelle Durchbrüche, die von Lichtschächten unterbrochen werden.
Das Projekt, das in drei Gebäude mit drei, vier und fünf Stockwerken auf Erdgeschoss aufgeteilt ist, umfasst insgesamt einen SIA-Kubus von 40.000 m³. Die sehr unterschiedlichen Volumetrie der Gebäude reagieren kontextuell auf jede besondere Situation des Standorts und finden ihre Einheit in einer gemeinsamen Architektursprache.
Die drei Gebäude sind in Ost-West-Richtung ausgerichtet und dienen vollständig dem Wohnen. Die Wohnungen profitieren auf ihren längeren Fassaden von der auf- und untergehenden Sonne, während sich seitlich Ausblicke auf die Dents du Midi, den benachbarten Park und die Weinberge eröffnen.
Das Gebäude A besteht aus drei disjunkten Volumen, die die punktuelle Struktur der bürgerlichen Gebäude am Quai aufgreifen. Es bietet sechs 5,5-Zimmer-Maisonette-Wohnungen, die von zwei Aufzügen erschlossen werden und über große Balkone und Terrassen mit ungehindertem Blick auf den See verfügen.
Die Gebäude B und C, die auf dem Gelände zurückversetzt liegen, beherbergen 23 bzw. 34 Wohnungen mit zwei bis fünfeinhalb Zimmern. Jede Wohnung hat Öffnungen zu einem begrünten Lichtschacht, einem Gartengelenk zwischen Wohn- und Ruhezonen, das alle Diensträume in der Mitte des Gebäudes mit natürlichem Licht versorgt.
Projekt
Lebensqualität und modernes Energiekonzept. Die Gebäude sind so konzipiert, dass sie eine ausgezeichnete Lebensqualität bieten und einen niedrigen Energieverbrauch verlangen, und werden nach dem „Minergie“-Standard gebaut. Eine Doppelstromlüftung mit Wärmerückgewinnung aus dem austretenden Luftstrom sorgt im Winter für einen konstanten Luftaustausch in den Wohnungen und minimiert so die Wärmeverluste.
Im Sommer werden die in das Gebäudedesign integrierten architektonischen Vorrichtungen wie Licht- und Lüftungsschächte, die im Winter wie geschlossene Treibhäuser funktionieren, geöffnet, um eine natürliche Belüftung der Wohnungen zu ermöglichen.
Sie sind mit den offenen, schwer und mineralisch behandelten Innenstraßen verbunden, werden durch die ständige Zufuhr des für die Vegetation notwendigen Wassers gekühlt und sorgen für eine erhebliche Frischluftzufuhr aus dem Sockel der Bauwerke, wodurch eine natürliche nächtliche Kühlung der Wohnungen gewährleistet wird.
Die Gebäude nutzen auch die Sonnenenergie, indem sie etwa 50 % des jährlichen Warmwasserbedarfs durch unverglaste Flachkollektoren und den Strom für die Beleuchtung der Gemeinschaftsbereiche der Gebäude durch Photovoltaik-Kollektoren erzeugen.
Die Tiefgarage mit 59 Stellplätzen profitiert von einer vollständig natürlichen Belüftung, die durch ein System von geschickt angeordneten Transferkanälen und Durchbrüchen ermöglicht wird.
Die Organisation der Wohnbereiche, ihre Beziehungen durch Lichtschächte, das Vorhandensein von an die Wohnungen angrenzenden hängenden Couretten, die Lage der Waschküchen, die sowohl nach außen offen als auch mit den überdachten Innenstraßen verbunden sind, die Realisierung von vollständig fußgängerfreundlichen Außenbereichen, die Freilegung und Neuinterpretation der Spuren der „Moneresse“, Überreste alter Wasserkanäle in Vevey, begünstigen eine Entwicklung des sozialen Lebens von hoher Qualität, die bewusst durch die Architektur der Orte herbeigeführt wird.
Details wie die Schiebeläden an der Fassade aus durchbrochenem Aluminium fügen diesen Besonderheiten eine intensive Suche nach flexiblen Nutzungsmöglichkeiten der Übergangsräume hinzu, die jedem eine maßgeschneiderte Antwort auf die jeweilige Nutzung gewährleistet.
Ohne Abstriche bei der Qualität des Bauwerks zu machen, entschied sich der Architekt in Absprache mit dem Generalunternehmer und dem Bauherrn für wirtschaftliche Lösungen bei der Bauweise jedes Bauteils, beim Volumen der Unterführungen und bei der Wahl der Ausbaumaterialien, um ein Optimum zwischen Kosten, Materialqualität und architektonischer Ausdruckskraft anzustreben.
Verglasungen im Holz-Metall-Stil, Verkleidungen aus mineralischem Feinputz, Fassaden aus Eternit und Aluminium, eine Ausführung teilweise in peripher isolierter Bauweise auf Mauerwerk mit Dämmwerten von 160 bis 220 mm, teilweise in vorgefertigter Holzrahmenbauweise und hinterlüfteten Fassaden, ermöglichten es dem Bauwerk, maximale Ausdruckskraft durch die Verwendung hochwertiger Materialien zu gewährleisten.
Das Bauvorhaben, das während seiner gesamten Planung bis ins kleinste Detail gepflegt wurde, ist ein Beispiel für eine Bauweise, die Lebensqualität, Umweltfreundlichkeit und vernünftig verfolgte wirtschaftliche Ziele (Investitionserträge Mieteinnahmen) miteinander verbindet.