Details zum Projekt

Ein praktischer Standort mit einem atemberaubenden Blick auf den Ballastière-Wald

Die Gebäude von Les Lisières verlaufen entlang der Rue de la Combe, zwei Minuten zu Fuß vom Bahnhof entfernt. Die vier Wohngebäude erstrecken sich über sechs Stockwerke. Ihre Anordnung optimiert den Panoramablick und bewahrt gleichzeitig die Privatsphäre zwischen den Gebäuden.

Lage

Diese gewagte Initiative geht auf das Jahr 2007 zurück. Im Jahr 2015 sieht ein Quartierplan (PPA) vor, die Nutzung der Parzellen zu ändern. Diese sollen von einem Industriegebiet in eine gemischte Zone mit hoher Dichte umgewandelt werden. Nach jahrelangen Verhandlungen erfolgte die Genehmigung des PPA im Jahr 2018. Zwei Jahre später wurde mit dem Bau begonnen. Ende Sommer 2022 waren bereits 223 Wohnungen und über 3’000 Quadratmeter Gewerbefläche vermietet. Das Projekt wurde von den Architekten des Büros arter (später LDW architectes) in Zusammenarbeit mit Patriarche entworfen. Realitim SCPC (später Copré) und En la Foule SA entwickelten es. Alpenda als Totalunternehmerin realisierte es.

Programm

Dieser neue Stadtteil besteht aus vier Wohngebäuden, drei kleineren Gebäuden für Geschäfte und Aktivitäten sowie einer Kindertagesstätte. Die Wohnungen bieten eine Vielzahl von Größen, von 1,5 bis 5,5 Zimmern, mit verschiedenen Grundrissen. Die 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen in der Mitte des Komplexes verfügen über einen durchgehenden Grundriss, während die Einheiten an den Enden dreifach exponiert sind und somit viel natürliches Licht ermöglichen.

Ein besonderes Merkmal dieser Gebäude ist die atemberaubende Aussicht, die sich von den Penthäusern aus bietet, die auf den Genferseebogen blicken. Entgegen dem Trend zur maximalen Optimierung legten die Planer Wert auf großzügige Räume und helle Wohnungen. Es wurden reichlich Fenster eingebaut, um die Lebensqualität innerhalb des Viertels zu verbessern.

Dieses Projekt zeichnet sich durch seine privilegierte Lage am Waldrand aus. In der Nähe eines Bahnhofs sorgt es für eine außergewöhnliche Lebensqualität. Die geräumigen und vielfältigen Wohnungen in Verbindung mit den Außenanlagen tragen zur Interaktion zwischen den Bewohnern bei. Alles zusammen macht Les Lisières zu einem gelungenen Beispiel für das Zusammenleben. Die Vision dieses Gebäudekomplexes geht über das bloße Bauen hinaus und wird zu einem echten Ort des Lebens.

Konzept

Das Projekt Les Lisières in Gland veranschaulicht eine innovative Vision der zeitgenössischen Stadtplanung. Diese Außenflächen fördern Begegnungen und Austausch zwischen den Bewohnern. Ebenso erzeugen die unterschiedlichen Größen und Typologien der Wohnungen eine soziale Mischung. Die verglasten Treppenhäuser lassen natürliches Licht eindringen und werden so zu einem Ort des sozialen Austauschs. Die Übergangsschwellen zwischen öffentlichen und privaten, intimeren Bereichen definieren die Innenräume.


Umsetzung

Eine Pfosten-Platten-Struktur aus Beton stützt die Gebäude. Ein Wellblech aus 30% recyceltem Aluminium verkleidet die Balkonbrüstungen und die Strebepfeiler. Dieses Material eignet sich für die Demontage zu Wartungszwecken und für das Recycling am Ende der Lebensdauer. Die Verarbeitung der Innenverkleidungen ist roh, was ihnen ein möglichst natürliches Aussehen verleiht.

Bei dem Energiekonzept des Viertels wurde besonders auf Nachhaltigkeit geachtet. Die Gebäude verfügen über eine einflutige Belüftung. Sie sind an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die wasserdurchlässigen Außenflächen nehmen das einsickernde Regenwasser auf. Anschließend wird es in Landschaftsgräben gesammelt. Die Dächer sind begrünt und mit Sonnenkollektoren ausgestattet, um Energie zu produzieren. Die begrünten Höfe harmonieren mit dem angrenzenden Wald. Diese verleihen dem Projekt eine starke natürliche Verankerung. Zahlreiche Freilandbäume füllen den Raum zwischen den Wohngebäuden. Ihre Anwesenheit trägt zur Beschattung und Temperierung dieses Ortes der Entspannung und des Auftankens bei.

Herausforderungen

Die Baustelle Les Lisières war ein echtes Laboratorium für Sicherheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Auf dieser Pilotbaustelle für die SUVA legten die Bauarbeiter den Schwerpunkt auf die Anpassung der Arbeit an den Einzelnen. Dadurch sollten gesundheitsschädliche Auswirkungen reduziert werden. Die ständige Anpassung an technische und organisatorische Entwicklungen stand dabei im Mittelpunkt.