Details zum Projekt

Klassifiziertes" Gebäude

Wer von einem architektonischen Ensemble spricht, das unter Denkmalschutz steht, meint damit manchmal unterschwellig auch ein Gebäude, das ein langes Leben hinter sich hat ... und das den modernen Mietanforderungen entsprechend auf Vordermann gebracht werden muss.

Lage

Gebäude, das „unter Denkmalschutz“ steht. Dies war bei der Rue Emile Yung 15 in Genf der Fall. Die zwölf bestehenden Wohnungen wiesen Schwächen in Bezug auf den Zustand des Stromnetzes, des Heizungssystems, der Küchen, der Bäder, der Fenster und anderer Öffnungen auf.

Der Plan war daher, das Gebäude einer Verjüngungskur zu unterziehen, um den Komfort der Mieter zu verbessern und den Dachboden für neue Wohnungen zu nutzen.

Umsetzung

Das erste Projekt, das den Ausbau von zwei großen Wohnungen im Dachgeschoss vorsah, stieß bei der Asloca auf Widerstand.

Ein Kompromiss sah schließlich vor, die Schaffung von vier neuen Wohnungen – zwei Dreizimmer- und zwei Fünfzimmerwohnungen – in Betracht zu ziehen, die alle einen Standardkomfort aufweisen. Die Arbeiten an den zwölf bereits bestehenden Wohnungen waren komplex und vielfältig. Äußerlich wurden die Fassaden mit ihren Steinimitaten und dem altmodischen Verputz restauriert. Die Fenster wurden umgebaut, um eine Doppelverglasung einbauen zu können, die Fensterläden wurden restauriert und die Rollläden ausgetauscht.

Im Inneren des Gebäudes wurden die Küchen und die Badezimmer neu gestaltet. Auch andere Räume, insbesondere die Flure, wurden renoviert. Die gesamte Ausstattung wurde übernommen: ein neues Stromnetz, eine neue Gasheizung, Warmwasserbereitung durch Solarröhren, eine neue Waschküche und die Modernisierung der Kellerräume.

Das Dach wurde isoliert, um die vier neuen Wohnungen zu schaffen, deren Räume teilweise durch Oberlichter erhellt werden. Ein Glasdach mit Rauchabzug sorgt außerdem für Helligkeit in den letzten Stockwerken.

Um sowohl alte als auch neue Mieter zu bedienen, wurde schließlich der Aufzug gegen einen Panoramaaufzug ausgetauscht.

Besonderheiten

Die Arbeiten wurden regelmäßig von der Denkmalschutzbehörde überwacht, deren Anforderungen strikt eingehalten wurden.

Sie fanden ohne Umzug der Mieter statt.

Dementsprechend wurden die Eingriffe behutsam vorgenommen, um die Auswirkungen auf die Mieter so gering wie möglich zu halten. Schließlich wurde trotz der Widerstände gegen das erste Projekt der ursprüngliche Zeitplan eingehalten.