Details zum Projekt

2013 erdacht, 10 Jahre später verwirklicht

Das Projekt Flore & Sens in Montbrelloz, nordöstlich der Stadt Estavayer-le-Lac, wurde bereits 2013 erdacht.

Lage

Die Überlegungen zu dem Projekt entwickelten sich im Laufe der Zeit und mit zunehmendem Bedarf. Sie führte dazu, dass die ersten Pläne geändert wurden und schließlich drei identische Gebäude entstanden, die durch ein viertes,
größeres Gebäude ergänzt wurden.

Programm

Das Projekt umfasst daher vier Gebäude, die über das gesamte Grundstück verteilt sind und insgesamt 29 Eigentumswohnungen bieten. Die Größe der Wohnungen variiert von 2,5 Zimmern bis zu 5,5 Zimmern mit Attika. Jedes Gebäude verfügt über ein Erdgeschoss und zwei Obergeschosse mit Dachschrägen. Diese Typologie ermöglicht es, für ein Projekt dieser Größe eine große Vielfalt an Wohnungen anzubieten.

Projekt

Die Wahl von Dachstühlen mit einem Rücksprung im unteren Teil erinnert an Freiburger Bauernhäuser. Aufgrund seiner Höhe und des Abstands zwischen den Gebäuden fügt sich das Projekt in die dörfliche Umgebung ein. Die nahe gelegene, unter Denkmalschutz stehende Kirche Saint-Jean-Baptiste dient als Referenz sowohl für die Wahl der Fassadenmaterialien als auch für die Anordnung der Gebäude.

Umsetzung

Die Struktur besteht aus Beton mit einem Satteldach aus Dachstuhl. Der Rücksprung im unteren Teil verleiht den umlaufenden Fassadenwänden eine sechseckige Form.

Das Dach ist mit roten Ziegeln gedeckt und die Fassade besteht aus zwei verschiedenen Materialien: im unteren Teil ein Putz mit einem hellen Farbton und im oberen Teil eine Holzverkleidung in muskatbraunen Farbtönen.

Dieses Holz wird auch an den Balkongeländern und den Eingangsvordächern wieder aufgegriffen. Im Inneren sind die Schlafzimmer und das Wohnzimmer mit Parkett ausgelegt, während die Nasszellen gefliest sind.

Die Wohnungen mit Dachboden verfügen über eine Wendeltreppe, deren Holz eine ähnliche Holzart wie Parkett hat. In den Gemeinschaftsbereichen sind alle Geländer ebenfalls aus Holz.

Techniken

Für die Heizung werden Wärmepumpen eingesetzt, die ihre Energie aus geothermischer Energie beziehen. Diese Technik ermöglicht auch die Kühlung durch Geocooling in Hitzeperioden. Für die Geothermie mussten Sonden in großer Tiefe verlegt werden. Photovoltaikpaneele, die in das Dach eines der Gebäude integriert sind, sorgen für die Stromerzeugung. Die Gebäude sind mit dem Minergie®-Label ausgezeichnet.

Gestaltung

Die Fülle an Grün ist eine der unbestreitbaren Qualitäten des Projekts: Gewächshäuser, individuelle Gemüsegärten, Gemeinschaftsgärten, Obstgärten, Anpflanzungen, ein Sickergraben zur Ableitung von Regenwasser, Kinderspielplätze, Fahrradständer, Insektenhotels und eine begrünte Parkplatzplatte bilden eine herausragende Außenanlage.

Herausforderungen des Projekts

Das Grundstück weist einen Höhenunterschied von etwa sechs Metern auf. Die Tiefgarage, die eine große Fläche auf dem Baustellenbereich einnimmt, musste daher in mehreren Phasen gebaut werden.

Dadurch wurden die Organisation der Baustelle und die Lagerflächen vor allem während der Rohbauphase stark verkompliziert.

Starke Punkte

Die Gebäude fügen sich sowohl durch das architektonische Konzept als auch durch die Gestaltung der Außenanlagen perfekt in ihre Umgebung ein.

Die Form des Dachstuhls mit einer Schräge im unteren Teil verortet die Gebäude geografisch. Das Vorhandensein einer Mezzanine in den Dachböden ermöglicht es, das Volumen der Wohnungen zu optimieren. Die Außenanlagen fördern das soziale Leben und wecken den Wunsch, sich zu versammeln.