Details zum Projekt

Neues Wohnviertel in Chêne-Bougeries

Das Projekt besteht aus sieben Minergie-zertifizierten Gebäuden mit insgesamt 140 Wohnungen und folgt einer nachhaltigen Entwicklungsperspektive, bei der die Lebensqualität der Mieter und der Anwohner im Vordergrund steht.

Lage

Eine Tiefgarage mit einhundertsechsundvierzig Plätzen ermöglicht es, oberirdische Grünflächen und Fußgängerzonen freizugeben.

Das zwischen der Route Jean Jacques Rigaud und dem Chemin des Buclines gelegene Viertel „Jean Jacques Rigaud“, benannt nach einem 1854 verstorbenen Genfer Staatsmann, befindet sich in der Nähe von Schulen und Geschäften und verfügt außerdem über eine hervorragende Anbindung an den öffentlichen und privaten Verkehr.

Architektonisches Konzept

Ursprünglich wurde das Grundstück, auf dem die neuen Gebäude errichtet wurden, für den Anbau von Kardonen genutzt. Auf diesem relativ flachen Gelände haben die Planer ein Pseudorelief geschaffen, eine spezifische Formgebung, die sich in zwei verschiedenen Konfigurationen niederschlägt. In den vier Gebäuden auf der Seite des Chemin des Buclines sind die gemeinsamen technischen Räume und die Keller im Erdgeschoss in einem halb unterirdischen Teil integriert. Die Wohnungen sind auf die erste, zweite und dritte Etage verteilt. Im Gegensatz dazu sind in den drei Gebäuden auf der Seite der Route Jean Jacques Rigaud die technischen Anlagen, Gemeinschaftsräume, Keller und Atomschutzräume im Untergeschoss untergebracht, während die Wohnungen im Erdgeschoss beginnen, wodurch eine zusätzliche Wohnebene geschaffen wird.

Der Rohbau wurde in Standard-Stahlbeton ausgeführt, wobei ein Teil der Balkone und Brüstungen aus Betonfertigteilen besteht. Die Gebäudehülle besteht aus einer verputzten Perimeterdämmung und die Holz-Metall-Fenster haben eine Dreifachverglasung.

Bei diesem neuen, energieautarken Block wurde besonders auf den Komfort der Mieter geachtet: Kühlsystem im Sommer, elektrische Jalousiesteuerung, Sonnensegel auf den Balkonen der obersten Stockwerke, voll ausgestattete Küchen etc. Die Wärmepumpenheizung und die Doppelstromlüftung stehen in direktem Zusammenhang mit dem Minergie-Label.

Der Zugang zur gemeinsamen Tiefgarage befindet sich an der Route Jean Jacques Rigaud. Ein benachbarter Komplex vervollständigt dieses Viertel, das vollständig der sanften Mobilität gewidmet ist – zahlreiche Fahrradunterstände aus Beton. Die beiden Tiefgaragen sind miteinander verbunden, wobei die Bewohner des Nachbarkomplexes über denselben Eingang an der Route Jean Jacques Rigaud zu ihren Parkplätzen gelangen.

Der Name „Beifußweg“ wurde nicht ganz zufällig gewählt. Eine Vielfalt an kleinen Sträuchern, die schnell ihren Platz in dieser von großen Eichen gesäumten Grünzone finden sollte. Ebenfalls im Kapitel Außenanlagen ist die Schaffung von Wasserrückhaltebecken vor den Gebäuden auf der Seite der Straße Jean Jacques Rigaud zu erwähnen. Der Hauptverkehr besteht aus Kehrbeton und Asphalt, während die Fußwege aus drainierenden Pflastersteinen und Rasengittersteinen bestehen.

Nutzung

In den sieben Gebäuden, die einen Großteil des neuen Viertels „Jean Jacques Rigaud“ ausmachen, befinden sich 12 bis 27 Zwei- bis Sechs-Zimmer-Wohnungen.

Fünf Gebäude sind als Mietentwicklungszonen, sogenannte „ZD Loc“, ausgewiesen, die durch die Anzahl, die Art und die Mieten der Wohnungen einem überwiegenden Bedarf von allgemeinem Interesse entsprechen sollen. Sie werden durch ein Gebäude für gemischtes Wohnen (MW) und ein weiteres für gemeinnützigen Wohnungsbau (GWB) zu günstigen Mieten ergänzt. Die Wohnungen sind in den trockenen Räumen mit werkseitig lackiertem Parkett und in den feuchten Räumen mit Fliesen und Kacheln ausgestattet. Die Wände sind ihrerseits mit Variovlies und Dispersionspapier verkleidet.

Besonderheiten

Zu den größten Herausforderungen des Totalunternehmens Alpenda gehörten die besonders kurzen Bauzeiten.

Vor den Erdarbeiten musste eine Fläche am Rand des Grundstücks, auf der sich eine alte Mülldeponie befand, von Schadstoffen befreit werden. Eine Präzisionsarbeit, die unter anderem mithilfe eines Saugwagens unter den Eichen außerhalb des Baubereichs durchgeführt wurde. Zu den weiteren Elementen, die während der Bauarbeiten berücksichtigt wurden, gehörten die Schnittstellen mit dem benachbarten Projekt.

Energiekonzept

Jedes der sieben Gebäude mit Minergie-Label hat eine eigene Wärmepumpe.

Die Wärmepumpen sind mit 36 Erdwärmesonden in 300 Metern Tiefe verbunden, und die thermischen Solarpaneele auf dem Dach sorgen für die Warmwasserbereitung für alle Mieter.