Projekt
Volumetrie mit freien und dynamischen Formen, um Ausblicke freizugeben. Auf beiden Seiten der Gemeindestraße sind elf kleine Gebäude mit drei bis fünf Stockwerken und insgesamt 32 Eigentumswohnungen in zwei Sektoren unterteilt.
Südlich der Straße befinden sich fünf Wohneinheiten mit vierzehn Wohnungen. Eine Tiefgarage erschließt diese fünf Volumen. Im nördlichen Sektor bieten sechs Gebäude insgesamt achtzehn Wohnungen. Eine zweite Tiefgarage erschließt vier der Gebäude im nördlichen Sektor direkt. Die beiden letzten Gebäude können über einen Verbindungstunnel erreicht werden.
Die Volumetrie der Wohnungen wird durch freie und dynamische Formen erzeugt, so dass Ausblicke und Perspektiven auf den See und die Alpen entstehen, die gleichzeitig eine typologische Vielfalt ermöglichen. Jede Wohnung verfügt über mindestens drei Orientierungen und eine großzügige Außenverlängerung, sei es als Garten, Loggia oder Dachterrasse.
Alle Einheiten haben Flachdächer, die die Besonderheit haben, dass sie mit einer streifenförmigen Begrünung versehen sind, wodurch ihre Integration in die Umgebung betont wird. Die Bodenplatten der verschiedenen Ebenen sind durch einen hellen Putz markiert und bieten so eine lineare Lesbarkeit der Gebäude.
Die Fassaden sind ebenfalls in Beigetönen gehalten, jedoch etwas dunkler als die Fliesen. Braune Schiebeläden sind bündig mit der Fassade. Die Fassaden erhalten durch die Abstufung dieser Farbtöne einen Rhythmus. Mit Ausnahme eines Gebäudes im Nordsektor sind alle mit einem Aufzug ausgestattet, dessen oberste Ebene einen direkten Zugang zu den Duplexwohnungen in den oberen Stockwerken ermöglicht.
Die Gebäude sind Minergie-zertifiziert. Ein zentrales Wärmeerzeugungssystem, bestehend aus einem Holzpelletkessel, der sich im Südsektor befindet, verteilt die Wärme an jede Unterstation der Gebäude. Ergänzt wird es durch thermische Sonnenkollektoren, die auf dem Dach angebracht sind, um das Warmwasser zu erwärmen.
Alle Wohnungen verfügen über ein Fußbodenheizungsnetz mit sehr niedrigen Temperaturen, zwischen 25°C und 30°C. Die Außenanlagen mit einer Fläche von 7.241 Quadratmetern bestehen aus verschiedenen Baumarten und Mauern, die an die Weinbergsmauern des Lavaux erinnern. Fußgängerwege ermöglichen es, sich zwischen den Gebäuden zu bewegen und das Dorf und die umliegenden Wanderwege zu verbinden. Diese Einrichtungen wurden als Orte des Austauschs und der Entspannung konzipiert, wodurch die natürliche Umgebung aufgewertet wird.
Die sehr steile Typologie des Grundstücks führte zu umfangreichen Aushubarbeiten und erforderte die Errichtung von Berliner Wänden und Nagelwänden, um das Gelände zu halten. Insgesamt belief sich der Aushub auf etwa 15.000 Kubikmeter, davon nicht weniger als 2.000 Kubikmeter im Fels.