Details zum Projekt

Renovierung eines Gebäudes aus den 70er Jahren

Diese Renovierung aus dem Jahr 1970 ist das südliche Tor zur Gemeinde Chavannes-près-Renens und befindet sich in einem Viertel ganz in der Nähe der Sportplätze von La Plaine und der Lausanner Hochschulen UNIL und EPFL.

Lage

Es wurde beschlossen, das Gebäude vollständig zu renovieren und zu vergrössern, um die Wohnkapazität entsprechend der notwendigen Verdichtung im Westen von Lausanne zu erhöhen.

Dank der Optimierung des Raums in der Höhe bietet es eine konkrete Antwort auf den Bedarf an Verdichtung, ohne Zersiedelung des Gebiets.

Die neuen Wohnungen in der Höhe geniessen einen herrlichen Blick auf den See und die Stadt Lausanne.

Darüber hinaus ging es darum, das Image dieses Viertels mit seiner privilegierten Lage als südliches Tor zur Gemeinde Chavannes-près-Renens aufzuwerten. Tatsächlich ist Ochettes II ideal gelegen in einem Viertel, das ganz in der Nähe der Sportplätze von La Plaine und der Lausanner Hochschulen UNIL und EPFL liegt.

Der Zugang zur Autobahn und zu öffentlichen Verkehrsmitteln ist ebenfalls ganz in der Nähe.

Programm

Bringen Sie neuen Wohnkomfort mit Wohnungen, die dem Geschmack der Zeit entsprechen. Vor dem Umbau bestand das Gebäude aus sechs Stockwerken mit 60 Wohnungen, die über fünf Treppenhäuser und fünf Eingänge verteilt waren.

Es gibt zwei durchgehende Wohnungen pro Stockwerk. Vom Typ her sind es effiziente 3-Zimmer-Wohnungen mit einer sehr angenehmen Typologie.

An den Ost- und Westgiebeln befinden sich 4-Zimmer-Wohnungen. Man betritt das Gebäude durch das untere Erdgeschoss auf Kellerebene, um in die Wohnungen zu gelangen.

 

Die Baustelle, die durch die Anwesenheit der Mieter vor Ort während der gesamten Bauzeit gekennzeichnet war, ermöglichte es, das Gebäude um zwei Stockwerke zu erhöhen, um 16 neue 3-, 4- und 5-Zimmer-Wohnungen zu schaffen. Die neuen Wohnungen wurden in demselben tragenden Rhythmus angeordnet, der bereits in den unteren Stockwerken vorhanden war. Die Treppenhäuser wurden um ein oder zwei Stockwerke verlängert, so dass größere Wohnungen als die bestehenden geschaffen werden konnten.

Ganz oben befinden sich nun 51⁄2-Zimmerwohnungen. Im neuen 7. Stock befinden sich 31⁄2-Zimmer-Wohnungen und 41⁄2-Zimmer-Wohnungen in den Ecken, genau wie die alten Wohnungen, aber ihre Typologie ist anders. Sie verfügen über Küchen, die zu den Wohnzimmern hin offen sind. Es sind diese Art von Wohnungen mit geräumigeren und helleren Räumen, die Mieter heute suchen.

Umsetzung

Mehrere Probleme mit einem einzigen Element lösen: die Balkone vergrößern und neu gestalten. Das Projekt soll den Mietern eine neue Lebensqualität verschaffen und die höchsten Sicherheitsstandards erfüllen. Das Gebäude wurde in seiner Gesamtheit kaum verändert, aber es wurde aufgestockt und seine äußere Struktur überarbeitet, um ihm neues Leben einzuhauchen.

Die erste Phase bestand aus der Asbestsanierung. Eine heikle Phase, da Asbest auch in anderen Teilen als den Decken entdeckt wurde. Außerdem war das Gebäude bei seiner Errichtung in den 1970er Jahren schlecht isoliert worden. Es musste also viel an der Isolierung der Gebäudehülle getan werden. Eine Mammutaufgabe, da das Gebäude fast 70 Meter lang ist. Es entspricht nun den Energiestandards. Im Inneren wurden auch alle Küchen und Bäder komplett renoviert.

Der Auftrag umfasste auch die Hinzufügung von zwei Stockwerken. Um die Genehmigung für den Ausbau zu erhalten, mussten die aktuellen Brandschutznormen eingehalten werden. Das alte Gebäude verfügte nicht über einen Fluchtweg.

Da die bestehenden Treppenhäuser zu klein waren, um Notausgänge zu bilden, entschied sich der Architekt dafür, die Typologie der Wohnungen nicht anzutasten, sondern sich auf das Äußere zu konzentrieren. Die Balkone wurden daher vergrößert.

Eine doppelt erfolgreiche Wette, denn die Wohnungen gewannen an Außenraum und es konnten neue Fluchtwege geschaffen werden. Diese neuen Balkone wurden zu Laubengängen für das gesamte Gebäude. So entsprechen nun alle Wohnungen den Normen. Auch das äußere Erscheinungsbild hat sich verändert.

Da das Gebäude, das mit einem großen Ozeandampfer vergleichbar ist, bereits sehr imposant war, wollte man seine Silhouette nicht noch schwerer machen. Mit dem Bau der neuen Balkone konnte eine moderne Dynamik eingebracht werden.

Diese neuen Elemente, die mit Wellen verglichen werden können, machten das Ganze leichter und vermittelten einen Eindruck von Leichtigkeit. Die Renovierung brachte außerdem mehr Außenraum in die bestehenden Wohnungen, indem die Balkone vergrößert wurden, wodurch ein Wohnraum in der warmen Jahreszeit entstand.